Ejakulationskontrolle und warum es sich lohnt sich damit zu befassen

Ejakulationskontrolle: Methoden und Techniken für bewusstere Sexualität

Die Fähigkeit, den Zeitpunkt der Ejakulation zu kontrollieren, ist ein Thema, das viele Männer beschäftigt. Sei es zur Verlängerung des sexuellen Erlebnisses, zur Steigerung der Intimität oder als Antwort auf vorzeitige Ejakulation – verschiedene Techniken der Ejakulationskontrolle können zu einem erfüllteren Sexualleben beitragen.

Grundlegendes Verständnis

Ejakulationskontrolle basiert auf einem bewussten Umgang mit sexueller Erregung. Der Schlüssel liegt darin, die eigenen Erregungsstufen wahrzunehmen und zu lernen, an der Schwelle zur Ejakulation innezuhalten, ohne diese zu überschreiten.

Traditionelle Techniken

1. Start-Stopp-Methode

Diese von Dr. James Semans entwickelte Technik beinhaltet das Unterbrechen der sexuellen Stimulation kurz vor dem „Point of no Return“. Nach einer kurzen Pause, in der die Erregung abklingt, wird die Stimulation wieder aufgenommen. Regelmäßiges Üben dieser Methode kann die Kontrolle verbessern. Im Tantra ist eine ähnliche Technik als „Wellenreiten“ bekannt.

2. Squeeze-Technik

Bei dieser von Masters und Johnson popularisierten Methode wird der Bereich zwischen Eichel und Schaft für einige Sekunden sanft zusammengedrückt, wenn die Ejakulation naht. Dies reduziert den Drang zu ejakulieren temporär.

3. Atemtechniken

Tiefe, bewusste Atmung kann die Erregungskontrolle maßgeblich verbessern. Durch langsames Atmen in den Bauch statt in die Brust kann die sympathische Nervensystemaktivität, die zur Ejakulation führt, reduziert werden.

Fortgeschrittene Ansätze

1. PC-Muskel-Training (Kegel-Übungen)

Die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur durch regelmäßige Kegel-Übungen kann die Kontrolle über den Ejakulationsreflex verbessern. Diese Übungen beinhalten das bewusste Anspannen und Entspannen der Muskeln, die beim Unterbrechen des Urinflusses verwendet werden.

2. Energetische Praktiken

In tantrischen und taoistischen Traditionen existieren Techniken zur „Umleitung“ der sexuellen Energie. Dazu gehört das bewusste Leiten der Energie vom Genitalbereich entlang der Wirbelsäule nach oben durch Visualisierung und spezielle Atemtechniken.

3. Edging

Diese Praxis beinhaltet das bewusste Heranführen an die Ejakulationsschwelle und das Verweilen an diesem Punkt, ohne zu ejakulieren. Dies wird mehrfach wiederholt und kann sowohl allein als auch mit Partner

praktiziert werden.

Moderne Ansätze

1. Achtsamkeitsbasierte Techniken

Meditation und Achtsamkeitspraktiken können helfen, Körperempfindungen genauer wahrzunehmen und einen nicht-wertenden Umgang mit Erregung zu kultivieren.

2. Biofeedback

Spezialisierte Geräte können helfen, die physiologischen Anzeichen steigender Erregung zu erkennen und darauf zu reagieren, bevor der Point of no Return erreicht wird.

Vorteile der Ejakulationskontrolle

  • Verlängerte sexuelle Erlebnisse

  • Intensivere Orgasmen

  • Verbesserung der sexuellen Beziehung

  • Gesteigertes Selbstvertrauen

  • Möglichkeit multipler männlicher Orgasmen ohne Ejakulation

Hinweise zur Praxis

Die Entwicklung von Ejakulationskontrolle erfordert Geduld und regelmäßiges Üben. Beginnend mit Selbststimulation können diese Techniken später in die partnerschaftliche Sexualität integriert werden. Ein offener Dialog mit Partner

über Bedürfnisse und Experimente ist dabei hilfreich.

Wichtig ist auch abzuklären ob es körperliche Gründe für auftretende Probleme gibt.

Auch psychische Aspekte können eine Rolle spielen und dazu führen, dass das Nervensystem dysreguliert ist. In solchen Fällen ist es wichtig, sich die inneren Stressauslöser anzuschauen und diese ggf. zu bearbeiten.

Bei weiteren Fragen wendet euch gerne an mich (Chris).;.)